Willkommen in
Himmelsmoor

Ein düsterer Coming-of-Age-Roman:
Vier Freunde. Ein Winter.
Und etwas, das sie nie hätten finden dürfen.

Dezember 1979.
In Himmelsmoor verschwinden seit Jahren Kinder,
doch niemand erinnert sich daran.
Als vier Jungen beginnen, Fragen zu stellen,
stoßen sie auf etwas, das nicht in ihre Welt gehört.
Und plötzlich ist es zu spät, um umzukehren.

Rezensionen:
⭐ „Absolutes Highlight!“
⭐ „Düster, atmosphärisch und voller Überraschungen“
⭐ „Erinnert an Stand by Me. Nur deutlich düsterer"

Dein Weg nach Himmelsmoor beginnt hier:

Autor:
Dirk Geistlinger lebt in Berlin.
„Der Fluch von Himmelsmoor“ ist sein Debütroman.

Folge ihm nach Himmelsmoor.

Nächtliche Straße in Himmelsmoor, Regen spiegelt blaues Licht, Zeitungen auf den Schienen, Winter 1979

Eindrücke aus Himmelsmoor

Manche Dinge aus Himmelsmoor hätten verborgen bleiben sollen.

Kapitel 1: Die Mutprobe

Für einen schnellen Einstieg gekürzt und leicht neu zusammengestellt.


Ein Rascheln im Schnee hinter ihm. Nur einmal, leise, fast vorsichtig. Als hätte jemand getestet, ob er zuhört. Thomas drehte sich langsam um. Der Schnee war unberührt. Keine Spuren. Kein Tier. Nur Stille.

Und doch war da dieses sichere Wissen: Das Geräusch hatte es gegeben.

Und es war nicht der Wind gewesen.

Die Dezembernacht biss sich durch seine Jacke. Sein Atem stand als blasser Nebel in der Luft, zitternd wie etwas Lebendiges. Seine Finger waren taub, trotz Handschuhen. Die Kälte kroch tiefer, setzte sich in den Knochen fest.

Am schlimmsten aber war die Angst.

Nicht die, die ihn nachts aus dem Schlaf riss, wenn der Donner krachte. Nicht die Schatten an der Wand. Das hier war etwas anderes. Schwerer. Näher.

Echte Angst.

Ein dunkler Knoten in seinem Bauch, der jeden Atemzug enger machte.

Er wusste, dass kein Ungeheuer aus der Dunkelheit stürmen würde. Aber Wissen half wenig in einer Nacht wie dieser. In der Dunkelheit wurde jedes Geräusch zu etwas anderem. Jeder Schatten zu einer Möglichkeit.

Und irgendwo da draußen waren die Jungs.

Er stellte sich vor, wie Matze hinter einem Busch hockte, die Lippen zusammengepresst, bereit, morgen auf dem Schulhof zu erzählen, wie Thomas gekniffen hatte.

Dieser Gedanke brannte schlimmer als die Kälte.

Rückzug war keine Option mehr.

Ein Windstoß trieb feine Schneekristalle über den Boden. Für einen Moment funkelten sie im Sternenlicht wie Splitter aus Glas.

Dann wieder Stille.

Zu still.


Einige Stunden zuvor.

Thomas lag wach in seinem Bett und starrte in die Dunkelheit.

Die Taschenlampe lag unter seinem Kopfkissen. Eine schwere Maglite aus Aluminium. Kein Spielzeug. Ein Werkzeug.

Er hatte sie zum Geburtstag bekommen. Und in der Nacht gleich getestet.

Der helle Strahl traf den Telefonmast draußen auf dem Feld.

Am nächsten Tag hatte er die Schritte gezählt. Dreihundertfünfzig bis dorthin. Etwa zweihundertfünfzig Meter. Zahlen waren verlässlich. Klar. Berechenbar.
Sie gaben ihm das Gefühl, dass die Welt einen Sinn hatte.

Er zog die Lampe hervor und wog sie in der Hand. Das kalte Metall fühlte sich richtig an. Sicher.

Als könnte Licht alles vertreiben.

Neben der Lampe lag das Taschenmesser. Rot. Glänzend. Ein kleines Stück Mut.

Er schob beides zurück unter das Kopfkissen und wartete.

Die Zeit verging langsam. Das Haus atmete leise. Die Heizung knackte. Schritte im Flur.

Alles war vertraut.

Und doch fühlte es sich an, als würde ihn etwas verabschieden.

Um wach zu bleiben, stellte er das Radio leise an.

Ein dumpfer Bass. Dann eine Gitarre.

Pink Floyd.

Zuerst war es nur Musik.

Dann kamen die Stimmen.

Kinderstimmen.

Sie sangen von Schule, von Mauern, aber Thomas hörte etwas anderes.

Kein Lied.

Rufe.

Hilferufe.

Ihm lief eine Gänsehaut über die Arme. Das Kribbeln kroch seinen Nacken hinauf, als hätte jemand direkt hinter ihm ausgeatmet.

Die Stimmen hallten nicht mehr nur aus dem Lautsprecher.

Sie kamen von den Wänden.

Vom Boden.

Von draußen.

Als hätte sein Zimmer plötzlich tausend Münder.

„Thomas …“

Er zuckte zusammen.

Die Musik schwoll an, dröhnte durch ihn hindurch. Die Fensterscheibe vibrierte.

Und für einen Moment war er sicher:

Die Stimmen kamen aus dem Schnee vor dem Fenster.

Er starrte hinaus.

Flocken wirbelten im Licht der Straßenlaterne.

Für einen Herzschlag glaubte er, Gesichter darin zu erkennen.

Blass.

Verzerrt.

Lippen, die sich bewegten.

Dann schälte sich ein Flüstern aus dem Chor.

Ein Reim.

Alt. Brüchig. Falsch.

„Wenn die längste Nacht den Tag verschlingt …
soll euer Kind verschwinden …“

Die Worte brannten sich in ihn.

Thomas presste die Hände auf die Ohren.

Dann war Stille.

Nur das leise Rauschen des Radios blieb.

Sein Zimmer war wieder normal.

Doch die Gänsehaut blieb.

Und mit ihr das Gefühl, dass er beobachtet wurde.



Und das ist erst der Anfang.



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